We-Blocker

Testbericht: We-Blocker


Homepage und Download
Die englische We-Blocker-Homepage (www.we-blocker.com) macht für ein Freeware-Produkt einen sehr professionellen Eindruck. Hier wird nicht nur die Funktionsweise des Programms genau beschrieben, man kann auch unerwünschte Websites mitteilen, die dann nach bestimmten Kriterien und Themenbereichen für alle We-Blocker-User gesperrt werden können:
"Pornography", "Violence", "Drugs and Alcohol", "Gambling", "Hate Speech", "Adult Subjects", "Weaponry".

Die Sperre erfolgt sinnvollerweise erst nach Prüfung durch die We-Blocker-Software. Dieselben Kategorien verwendet auch das Filter-Programm selber.
Das We-Blocker-Programmpaket hat ca. 2,5 MB, ist also auch über ein Modem für den Download geeignet.

Installation
Schon bei der Installation muß ein Paßwort für den User "Parent" eingegeben werden, der das Programm dann nur mit diesem Paßwort konfigurieren und deinstallieren kann (Der Paßwortschutz der Deinstallation funktioniert aber erst nach der Online-Registrierung). Weitere User (z.B. Kinder) können jetzt oder später angemeldet werden.
Etwas verwirrend ist bei der Installation die Frage, ob man einen Proxy-Server verwendet. Man muß die IP-Adresse und den Port angeben. Wenn man beides nicht kennt, wird es schwierig. Ebenso, falls man mehrere Provider und somit verschiedene Proxys verwendet. Man kann den Punkt jedoch einfach überspringen, da für die praktische Funktion des Programms der Eintrag anscheinend unwichtig ist (siehe unten).
Unschön ist für Puristen auch, daß die Programmdateien im Systemverzeichnis landen - aber das ist wohl als zusätzliche Sicherheit gegen unerwünschtes Löschen durch fixe Mitbenutzer gedacht.

Funktionsweise
Beim Neustart des PC wird We-Blocker automatisch geladen und arbeitet dann im Hintergrund. Vom Symbol in der Taskleiste können einzelne Funktionen aufgerufen werden ("submit site to block", "change user", "register", "help"). "Controls" und "unblock a site" sind nur dem "Parent"-User zugänglich.
Es können mehrere User verschiedener Altersstufen (von "preschool" bis "65+") mit individuell gesperrten Themenbereichen definiert werden. Der Zugang der jeweiligen User ist paßwortgeschützt. Für die User wird ein Surf-Logfile angelegt, so daß "Parent" die jeweils besuchten Websites nachträglich kontrollieren kann.
Die Filterung unerwünschter Seiten erfolgt dann über blockierte URLs (erweiterbar) sowie eine umfangreiche Negativliste gesperrter Stichwörter aus den oben genannten Themenbereichen. Die Liste ist von Haus aus leider nur englisch, kann aber bearbeitet werden. ("ADULT" und "SEX" sind standardmäßig übrigens nur in bestimmten Wortverbindungen, nicht an sich gesperrt.) Bilder und andere binäre Dateien von nicht blockierten Websites kann das Programm naturgemäß nicht ausfiltern.
Die Sperre ganzer Websites besorgt offenbar ein Zwangs-Proxy-Server, den We-Blocker klammheimlich in den DFÜ-Einstellungen einträgt. (Dieser Eintrag überlebt auch die Deinstallation und muß per Hand gelöscht werden.)

"Parent" kann sich selber einen uneingeschränkten Zugang zum Internet verschaffen, indem er die Sperre bestimmter Websites (auch vorübergehend) aufhebt. Damit der PC dabei auch einmal unbeaufsichtigt bleiben kann, wird "Parent" nach einigen (einstellbaren) "Idle"-Minuten automatisch ausgeloggt.
Um die Filterfunktion zu überprüfen, wurde eine Webseite mit den Begriffen "adult content" und "steyr" (Waffenfirma!) auf den Bürgernetz-Server geladen. Beim Versuch, sie im Browser aufzurufen, kam dann tatsächlich ein akustisches Signal ("Blocked!") sowie eine We-Blocker-Seite mit dem Hinweis

"The website you attempted to enter has been BLOCKED because it contains: A Word On Your Blocking List From The Category(s): Pornography, Weaponry".

Von dieser Warnseite hat man dann auch Zugang zur We-Blocker-Homepage und zu empfohlenen "family-safe" Sites (denen man eigene Vorschläge hinzufügen kann).

Fazit
Von der fehlenden deutschen Version und den Proxy-Ungereimtheiten abgesehen ist We-Blocker ein durchaus geeignetes Programm, um zumindest jüngere Kinder vor unerwünschten Texten und ganzen Websites aus dem Internet zu schützen. (ws)