Bürgernetz Weihenstephan
Hintergrundinformationen zum »Dynamischen Namens Service«

Sagt Ihnen 212.72.69.136 etwas?

Nein? Macht nichts, mir auch nicht.

Aber weihenstephan.org sagt Ihnen sicher etwas!

Jetzt haben Sie bereits den wichtigsten Unterschied kennengelernt, warum es sinnvoll ist einen DNS zu verwenden: Namen statt Nummern!
Aber leider geht nun mal der Datentransfer im Internet über Nummern. Denn Rechner sind dumme Dinger und können nur mit Zahlen arbeiten. Wir Anwender aber besser mit klingenden Namen. Also wurde die Instanz des DNS geschaffen. Ein DNS ist nichts anderes als ein Stück Software, welche auf irgendeinem Rechner läuft und genau zwei Fragen beantworten kann: Welche Rechnernummer gehört zu einem Namen und welcher Name gehört zu einer Rechnernummer.

Jedesmal, wenn Sie in Ihrem Browser eine Internetadresse (Namen) eintippen, wendet sich Ihr Browserprogramm an den zuständigen DNS und fragt dort nach der zu diesem Namen gehörenden Rechnernummer. Dann erst kann der richtige Rechner angesprochen werden, der die Seiten, die Sie gerade mittels des Namens aufgerufen haben, zum Abrufen bereithält.

Wenn Sie also »http://www.weihenstephan.org/support/index.html« in der Adresszeile Ihres Browsers eingeben, erkundigt sich der Browser nach dem ersten Teil »www.weihenstephan.org« und erhält vom DNS die Rechnernummer 212.72.69.136. Diese Rechnernummer ist die sog. IP-Adresse.

Mit Hilfe dieser IP-Adresse wird nun unser Vereins-Rechner angesprochen und die Datei »/support/index.html« abgerufen.

Als Konsequenz daraus kann der Namens-Server selbst nicht mit einem Namen angesprochen werden. Wer sollte diesen Namen in einen Nummer übersetzen?
Also muß die IP-Adresse für den Namens-Server direkt angegeben werden. Damit Sie das nicht manuell tun müssen, erledingt das in der Regel die auf Ihrem Rechner laufende Software für den Internet-Verbindungsaufbau (Siehe auch PPP).
Von dieser Regel gibt es aber leider Ausnahmen. In diesem Fall müssen Sie die angegebene Nummer manuell Ihrem Betriebssystem mitteilen.

Weiterführende Informationen zur IP-Adresse

Das »IP« der »IP-Adresse« bezeichnet einen Teil des Protokolls, in dem diese Nummer (mehr ist es ja nicht) verwendet wird: Internet Protocoll.

Eigentlich besteht diese Zahl aus 32 Binärziffern, denn das ist alles was ein Rechner verarbeiten kann. Damit es uns nicht so schwer fällt, diese Zahl zu lesen, wird sie (extra nur wegen uns!) optisch etwas aufbereitet.

Aus der Zahlenschlange

11010000010010000100010110001000
wird
212.72.69.136,
was ja schon mal etwas besser aussieht, oder?

Wie kommen die Zahlen zustande? Die 32 Binärziffern werden dazu zunächst in vier 8er-Gruppen unterteilt:

11010000     01001000     01000101     10001000

Bei 8 Binärziffern (in einem der vier Blöcke) lassen sich 256 Kombinationen bilden (alle Binärziffern 0 bis alle Binärziffern 1). Die Binärkombination eines Blockes wird also in unser gewohntes Dezimalsystem umgerechnet und dann niedergeschreiben. Die vier dabei entstehenden Zahlen werden durch Punkte getrennt, damit sie optisch unterscheidbar sind.

Binär11010000010010000100010110001000
Dezimal2127269136
Lesbar212.72.69.136
Letzte Aktualisierung am 02.09.2000 von Jürgen Beisert  - Copyright © Support Technik Startseite