Bürgernetz Weihenstephan
Zum Problem mit den Benutzernamen und Paßwörtern

Sie haben von uns zwei Benutzernamen und zwei Paßwörter erhalten. Ein Paar haben Sie erhalten, als Sie Mitglied im Bürgernetz Weihenstephan wurden. Ein weiteres haben Sie jetzt vor kurzem erhalten, als wir auf den neuen Provider umgestellt haben. Beachten Sie, daß Sie beide Paare benötigen!

Ihren alte Benutzernamen und das dazugehörige Paßwort benötigen Sie für Ihre Email-Transaktionen bzw. für den Zugriff auf Ihre Hompage per FTP. Denn der Email- und FTP-Server hat sich durch die Umstellung auf den neuen Provider nicht verändert.

Den neuen Benutzernamen und das neue Paßwort benötigen Sie dagegen nur für die Einwahl ins Internet bei unserem neuen Provider.

Sollten Sie sich also nicht einwählen können oder nicht an Ihre Emails rankommen, überprüfen Sie unbedingt Benutzernamen und Paßwörter darauf, ob hier keine Verwechselung vorliegt.

Hintergrundinformationen zum Post Office Protocoll (POP) und
Simple Mail Transfer Protocoll (SMTP)

POP hat nichts mit dem Geräusch zu tun, welches Mais in heißem Fett verursacht.
Aber das dachten Sie sich sicher schon.

Wenn Sie sich die anderen Seiten dieser Hintergrundinformationen angesehen haben, wird immer nur von Protokollen gesprochen. Alles wird in Protokollen abgewickelt, ausgetauscht und verarbeitet. Warum? Weil Rechner so strohdumm sind! Klingt doch vernünftig, oder?

Aber im ernst: Automatischer Datenaustausch funktioniert nur dann, wenn zuvor genau festgelegt wurde, welche Maschine wann was tut. Nur wenn beide Rechner bei einer Kommunikation oder Datenaustausch in einer genau festgelegten Reihenfolge senden bzw. empfangen, und auch die Art der dabei übertragenen Daten festgelegt sind, dann und nur dann klappt es. In allen anderen Fällen kommen so interessante und aussagekräftige Fehlermeldungen wie:

»Unerwarteter Fehler #28. Programm wird beendet!«.
Und schon sind 1 Stunde Tipparbeit zum Teufel!

Um die mühsame Tipparbeit vieler unschuldiger Anwender zu retten wurden deshalb Protokolle eingeführt, die einen Kommunikationsablauf zwischen zwei Rechners bis ins kleinste Detail beschreiben. Halten sich beide Seiten dran (also die Software), geht alles prima. Weicht eine der beiden Seiten vom Protokoll ab, gibt es Datensalat.

POP ist ein solches Protokoll. Es ist dazu gedacht, zwischen zwei Rechnern kleine Text-Dateien auszutauschen. Das diese Text-Dateien zufällig Nachrichten enthalten und Emails genannt werden, spielt dabei keine so große Rolle. Wichtig ist der Ablauf und die daraus resultierende Funktionalität.

Auf der einen Seite bei diesem Protokoll steht Ihr Rechner und das darauf laufende Email-Programm. Auf der anderen Seite beispielsweise der Rechner unseres Vereins und ein darauf laufendes Email-Server-Programm. Dieses Server-Programm verwaltet die gesamten Postkästen der Mitglieder. Ein Postkasten ist auf einem Rechner nichts anderes als ein Unterverzeichnis. Für jedes Mitglied ein Unterverzeichnis. Da die Emails nichts anderes sind als (meistens) kleine Text-Dateien, liegen sie in diesen Verzeichnissen als ganz normale Dateien.
Wenn Sie nun mit Ihrem Email-Program Ihre aufgelaufenen Emails abrufen, meldet sich Ihr Email-Programm zunächst beim Server-Programm an. Dazu wird die Benutzer-Kennung und das Passwort übertragen. Nun kann das Email-Server-Programm das richtige Unterverzeichnis auswählen (nämlich Ihres) und Sie (bzw. Ihr Email-Programm) erhalten Zugang zu diesem Verzeichnis. Dann fragt Ihr Email-Programm den Inhalt dieses Verzeichnisses ab. Man kann dies mit einem »DIR« unter DOS oder »ls« unter Linux vergleichen. Damit weiß Ihr Email-Programm, wieviele Emails zur Abholung bereit liegen.
Der nächste Schritt ist die Abholung der einzelnen Text-Dateien vom Email-Server durch Ihr Email-Programm (hierzu wird einen Art »copy«-Befehl verwendet). Jenachdem wie Sie Ihr Programm konfiguriert haben, werden im letzten Schritt die Email (von denen Sie auf Ihrem Rechner nun eine Kopie besitzen) auf dem Email-Server (also in Ihrem dortigen Verzeichnis) gelöscht. Dies erfolgt tatsächlich mit einem »DEL«-Befehl, der von Ihrem Email-Programm an den Email-Server abgesetzt wird. Am Ende meldet sich Ihr Email-Programm beim Server ab und das Protokoll ist beendet.
Jetzt können Sie in Ruhe Ihre Mails lesen.

Wenn Sie Mails verschicken wollen, benötigen Sie SMTP. Nichts besonderes, nur wieder so ein Protokoll. Bei einem solchen SMTP-Server brauchen Sie sich nicht anzumelden. Ihr Email-Programm übergibt einfach Ihren geschriebenen Text an diesen Server und dieser kümmert sich brav darum, daß er beim richtigen Empfänger ankommt.
Weil Rechner (wie eingangs bereits gesagt) so strohdumm sind, gibt es hier eine Angriffsstelle für alle Arten von Werbefritzen. Keine Angst, nicht Sie und Ihr Rechner werden angegriffen, sondern dieses arme Stück SMTP-Software. Denn es verteilt ja alle Emails. Und nur weil alle SMTP-Server dies tun, funktioniert der Email-Datenverkehr überhaupt. Angreifen heißt hier, daß ein Werbefritze einen solchen Rechner beauftragt, eine »kleine« Werbemail an, sagen wir mal, 10.000 Adressen zu verschicken. Weil Rechner so dumm sind, tun sie das natürlich auch und sind für mehrere Stunden beschäftigt und für andere nicht mehr ansprechbar. Das Ergebnis sind dann E-Mülls in Ihrem Postkasten.
Auch wir (also unser Vereins-Server) haben einem solchen Angriff bereits hinter uns.

Letzte Aktualisierung am 06.09.2001 von Jürgen Beisert  - Copyright © Support Technik Startseite