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Teilung Weihenstephan / Landshut:
Im Februar 1996 schloß sich uns Peter Seeser an. Peter hatte eine eigene
Standleitung zu einem Münchner Internet-Service-Provider und verfügt über sehr großes
technisches Know-How. Er war gerade dabei, eine Ortsgruppe einer politischen Partei in Freising
zu vernetzen. Ein Ziel, das sich im Grundsatz genau mit unseren Zielen deckte. Da wir einen
Anschluß nach Weihenstephan per Standleitung definitiv nicht finanzieren konnten, traf der
Vorstand zusammen mit den Mitgliedern den Entschluß mit dem Server nach Freising umzuziehen,
da wir dort natürlich eine wesentlich billigere Standleitung von der Telekom mieten und
nebenbei das Equipment von Peter Seeser nutzen konnten.
Am 12.02.1996 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Clublokal bei Florian Alt
statt, bei der 11 von insges. 26 Vereinsmitgliedern anwesend waren. Nach langen Diskussionen
beschlossen wir, unseren Verein in ein Bürgernetz Weihenstephan und ein Bürgernetz Landshut
zu teilen. Unser "Förderverein Bürgernetz Moosburg" wurde in "Förderverein Bürgernetz
Weihenstephan" umbenannt. Weihenstephan erschien (und erscheint) uns als ideal, da diese
Bezeichnung Ortsneutral ist. In dieser Versammlung wurde auch ein neuer Vorstand gewählt:
- 1. Vorsitzender : Ralph Pollinger
- 2. Vorsitzender : Peter Seeser
- 3. Vorsitzender : Robert Zinner
- Schatzmeister : Herbert Aichele
- Schriftführer : Klaus Buchner
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Der Jahresbeitrag für Privatpersonen lag damals bei 50,- DM. Inzwischen erhielten wir erste
Spenden von Sponsoren. Weitere Veranstaltungen folgten. Zum Beispiel in Freising im RAMADA-Hotel
und auch in Erding beim Mayr-Wirt. Viele erstaunliche Dinge geschahen in diesen Monaten.
Am 20.03.1996 traf dann endlich die Eintragung der Gründung des Vereins ins Vereinsregister ein.
Anschluß an die Uni Weihenstephan:
Die südbayrischen Bürgernetze trafen sich in Schwindegg, dort wurden wegweisende Ideen geboren.
Der Dachverband traf sich im März in der Staatskanzlei. Dort wurden uns die neuesten Daten für
die Anbindung an das Bayernnetz geliefert. Auch hier gab es besonders für uns in Weihenstephan
wieder große Ernüchterung. Obwohl wir alles für den Anschluß fertig hatten, wurde uns
mitgeteilt, daß es Verspätungen bei der Anbindung von Weihenstephan geben wird. Im Gegensatz
zu anderen Unis, wurde Weihenstephan nicht im April angeschlossen, sondern erst im Juli 1996.
Unser Server und die Einwahlhardware standen nun bei Peter Seeser im Keller. Der Probebetrieb
lief damals mit großen Schwankungen. Nun teilten wir das Mitglieder-Treffen bei Florian Alt
(nochmals herzlichen Dank für die Gastfreundschaft) auf. Wir beschlossen, uns weiterhin Montags
zu treffen, aber an verschiedenen Orten. Moosburg blieb bei Florian, immer am ersten Montag im
Monat; am zweiten Montag trafen sich die Freisinger, am dritten die Erdinger, und am vierten
Montag der ganze Verein in Marzling. Das hat sich bis heute bewährt.
Inzwischen hatten wir an die 300 Mitglieder und entsprechend große Probleme. Sowohl in
technischer Hinsicht, als auch bei der Verwaltung. Vom Vereinsbeitritt bis zum Erhalt der
Zugangsdaten vergingen oft 2-3 Wochen. Ralph Pollinger wurde am 05.10.1996 einstimmig in
den Vorstand des Dachverbands gewählt. Dort betreute er alle Bürgernetze in Südbayern und
stieß dabei auf neue, große Probleme. Es zeichnete sich ab, daß das Finanzministerium auf
eine Zweiteilung der Bürgernetzvereine bestehen wird. Das betraf natürlich auch uns in
Weihenstephan. Unser Erich Zach bemühte sich um entsprechendes Grundlagen-Wissen.
Technische Probleme:
Im Herbst des Jahres 1996 hatten wir nur 2 ISDN Einwahlanschlüsse (4 User gleichzeitig). Die
Modems wurden uns z.T. von Mitgliedern als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Wir hatten
enorme Probleme mit den analogen Usern und wurden zu diesem Zeitpunkt vor allem durch
technische Probleme auf Trab gehalten. Unser System stürzte des öfteren ab und war dann für
Tage offline. Dies passierte vorzugsweise an Wochenenden :-(. Jedoch war erstaunlich, wieviele
Daten über so wenige Leitungen von unseren Mitgliedern übertragen wurden. Wir waren fast rund
um die Uhr ausgelastet.
Es war damals bereits erkennbar, daß der Verein weiterhin etwa 20 neue User pro Monat
dazubekommen würde und unsere bisherige Vereinsorgnaisation, die zu diesem Zeitpunkt vor allem
vom Schatzmeister und vom Schriftführer durchgeführt wurde, so nicht fortgeführt werden konnte.
Auch die ständige Finanznot gab nur wenig Handlungsspielraum. Es fanden sich dann im November
1996 einige engagierte Mitglieder die sich bereiterklärten, den Papierkrieg zu übernehmen und
den Vorstand dadurch sehr entlasteten.
Auch auf der technischen Seite fanden sich einige Mitglieder für das Support- und Serverteam.
Klaus Seibold und Hermann Riesch, die im September 1996 zum Verein stießen, kümmerten sich um
ein neues Web-Design unserer Vereinsseiten.
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